puh!

Februar 28, 2007

Musen küssen

Gespeichert unter: ger, media, public life — ppkk @ 10:25

A: keine Ahnung was ich machen soll. Das ganze Kunst-Trara geht mir ziemlich auf die Nerven. Zuerst fickst du die Eine, damit der Dreck in die Galerie kommt, dann die Andere, um es wieder rauszubekommen.
Das Kunstwerk als Kundenvermittler für meine Prostitution. Ich schaffe mir meinen eigenen Zuhälter. Wenn das nicht bedeutet den schwierigeren Weg zu gehen … Der Damm im Kopf zeigt schneller Risse …

B: … Weil du ohne Nachweis deiner körperlichen Geficktheit eben nicht gefickt bist sondern nur verarscht.

Hühnerkeulenmentalakkuranz

Gespeichert unter: ger, public life — ppkk @ 10:19

Eine Beobachtung:
Die kausale Logik drescht man den jungen Menschen ganz erfolgreich in ihr Profilierungs-Gemüt. Freestyle Denken vollführen nur Wenige. Her mit Fakten! Erklärungen! Argumenten! (so zackig, dass mir beinahe die Finger brechen) – Keine Spekulationen, Übertreibungen oder wilde Wendungen …
Da komme ich dazu jemandes Gedanken auf die Spitze zu treiben, muss erklärt werden wie man dorthin kommt, ob ich das ernst meine!

Wenn man beginnt das Machbare an der vorhandenen Realität zu messen, hört man nicht auf zu gackern wie ein Huhn!

Februar 26, 2007

alte Weiber

Gespeichert unter: ger, public life — ppkk @ 2:25

1. In Ö gibt’s die E-Card. Klein, grün, praktisch, KRIMINELL. Der vielseitige Krankenscheinersatz wird allerorts von Hand zu Hand als Gemeinschaftsgut zum Einsatz gebracht. Vor allem bei den Immigranten sei dies ein recht populäres Spiel, donnern alte Weiber im Regionalzug.
2. Ein Inder bietet mir ein Zimmer an und vergisst nicht zu erwähnen, dass man Party schön woanders macht. Seine kulturelle Wurzel würde ihn zwar unentwegt bewegen, österreichische Nachbarn im besten Alter sind hingegen ein wahrer Graus. „Wien ist anders“, zitiert er zögernd, „eben schlechter“ folgt der Zusammenbruch.

Biete hiermit Resozialisierungskurse für von alten Weibern verzogene Jungsporne!

Eine zweite Chance steht Jedem zu, so sagt man, nur wann er sie bekommt ist machterzogen fremdbestimmt. Also nur mittelbar „seine“ zweite Chance, vielmehr die des Gegenübers. Deshalb feminine Greise, Hut ab vor der Art und Weise wie ihr gütig hier besteht und REGEL-recht das Licht abdreht.

Die Zeitung „Österreich“ titelt heute: „Wir SIEGEN wieder“ Hop oder drop. Österreich ist angefixt rückfällig.
Dem Grundbedürfnis nach Aristokratie entsprechenden SchneeprinzessInnen vor die Füße geworfenes SPITZENvolk. Wer den Jubel nicht abgeneigt ist, kann kein schlechter Mensch sein! Wir jubeln halt gern. Wenn ein Inder tanzt, bekommt er eine gescheuert!

Vortanzen sollte man sich lassen, Stück für Stück an Einwanderungswille lächelnd (aber nie aufdringlich!) zum Besten geben lassen. Eine Jury hört und gehört her, sowie Beobachtungsgremien zur Beurteilung der Anteilnahme bei österreichisch-sportlichen Erfolgen. Dann setze man sie in den Neusiedlersee, damit sie nicht ersaufen und läßt sie theatralisch rufen: „Bin ich drin oder bin ich draußen!“

Oder auch sportlich als Teamwahl gestaltet, wir kennen es vom Völkerball [sic!], kann man dem Fremden die Auswahl vermitteln. „Ich nehme dich auf or hunt you down.“ Das geht vielleicht zu weit, aber: „Völker dieser Erde …“.
Mit Angst läßt es sich nur schwer leben, bloß ohne sie nicht Überleben. Tipp der alten Weiber.

ps: „Wien verslumt. Wien ist die Drehscheibe und Drecksschleuder der neuen Beitrittsländer, was in Zukunft funktioniert ist Brutalität. Mit genügend Kapital kann man sich Menschlichkeit erkaufen, ansonsten muss man einfach nur weg. Das Ende der verklärten Ost-Romantik muss Bobos zum heulen bringen.“ (Nach der Prophezeitung von Anthony)

Februar 22, 2007

Pretender

Gespeichert unter: ger, media, private, public life — ppkk @ 11:43

Eben noch von Ö-Promis umringt und gemeinsam niveauvoll geschwitzt, mit dem einen Auge Richtung Toni Polster, mit dem anderen Richtung Dagmar Koller gezwinkert, alte Herren aus glorreichen Zeiten zitieren gehört, Musiker und Mitesser mit beinahe schon schmerzhaft gedehntem Erfahrungshorizont an mir vorbeihuschen gesehen, mindestens zwei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Letztendlich waren es wohl 3.

Eben noch Falco Kamera in Kamera geschaut und unter kurzen klaustrophobischen Anfällen an die weite Welt gedacht. Eben also noch bei der Falco-Gedenknacht im U4, dem fremden Erinnern eine Chance gegeben, das Schämen so manch Anderem überlassen und kameraumringt am Licht verbrannt. Eben also noch beim 50er eines Toten viel getrunken und geraucht, einer Augenbraue beim Marihuana-schnorren zugerülpst und Mehrfachstimmen am versperrten Klo nur Sex oder Drogen zugetraut, eben noch, also.

dann das:

Sehr geehrter Herr Mag. P. K.!

Wegen Ihres Alters (29, Anm. ppkk) könnten Sie den StudiengebührenKredit nur mehr für ein Semester in Anspruch nehmen. In diesem Fall stehen die Höhe der Bearbeitungsgebühr und Rechtsgebühr in keinem Verhältnis zur Kreditausnützung.

Da Ihre Einkünfte die Mindest-Lebenshaltungskosten nicht decken, kann ich Ihnen leider auch keinen StudentenKredit anbieten.

Damit Sie in der Lage sind Ihre Studiengebühren zu bezahlen, könnten wir Ihre Einkaufsreserve kurzfristig um die Höhe des Studiengebührenbeitrages erhöhen, wenn Sie sich gleichzeitig dazu verpflichten diese Überziehung innerhalb der nächsten 3 Monate rückzuführen.

lustig dabei: „Einkaufsreserve“

In solchen Sphären kann sich also ein finanzielles Gesamtwerk abspielen.

Genauso haben wir es bei der Wahrnehmung von Ö-B-Promis mit Aufmerksamkeitsreserven zu tun. Und die schlimmsten davon sind unabstreitbar, eindeutig und unwiderruflich Aufmerksamkeitshascher aus gutem Hause, die hinter „Posen“ Geographisches vermuten. Nicht umsonst steckt das Medium im Mediocren, weil als allgemeiner Grundanspruch der Übersetzung zumindest der Sinn vermittelt werden soll, welcher damit im Ganzen zum Hüttenzauber wird.

Februar 21, 2007

Seegang

Gespeichert unter: ger — ppkk @ 4:09

Aus dem hoffentlich nie fertiggestellten Stück: Seegang

Akteur 1 in’s Publikum gewandt: „Das will hier niemand hören …“ [zeigt mit der Gabel in das Publikum] „… aber: …“ [dreht sich zu den Statisten auf der Bühne] „Ich habe mit Andrè Rieu geschlafen!“

Die Statisten auf der Bühne [rhythmisiert]: „Wie!“ „Was?“ „Nein!“ – [zusammen] „Rieu?“

Akteur 1: „Ich habe ihm mein Ding dermaßen in seinen Arsch getrieben, dass ich schon Angst hatte er würde ihn verdauen!“ [schaut verwundert]

Februar 19, 2007

luft zum atmen

Gespeichert unter: ger, media — ppkk @ 10:22

Versuch einer Kontakt- bzgl. Gitarrenaufnahme per SMS:

„hey jan ojda heast yo ey!hast du guitarero-maestro-papageno am wochenende pro mje maestro-dudeli-callrider kurz zeit f tingltangl schrumms saiten zupf?“

Rauschen ist das Informationsbett in das man sich legt („wie man sich bettet so schläft man“).

Februar 17, 2007

Um das Image von Listen zu heben:

Gespeichert unter: Liste, ger, media, public life — ppkk @ 7:25

Liste 1: Zugfahrt Sichtungen

eine rot-weiß-rote Kuh am Straßenrand
ein moderner Zubau
ein Schrottplatz
Wintergarteneuphorie
Heizholzmauer
Schwarz (Tunnel)

„Wir wagen uns auf dünnes Eis, ich hoffe, dass dir das klar ist.“ – auf dem DVD Player einer Mitreisenden

Stromleitungen und deren Masten
Lärmmauer
ein künstlicher See
ein Schranke ohne Weg
Getränkepaletten
Rehe (echt)

„St. Pölten hat ein Loch im Kopf“ – Gedanke eines Mitreisenden.

Februar 15, 2007

Paris in Austria

Gespeichert unter: ger, media, public life — ppkk @ 9:27

Ein vortrefflicher Donnerstag-Morgen. Das Wichtigste zuerst: schon von Beginn weg aktiv den Darm entspannen. Und: Österreich hat einen Star zu Hause, die blonde Fatamorgana, die verführende Erscheinung aus dem Nichts mit der Körperlichkeit unserer Visionen. Paris!

Die halbe Nation steigt aus dem Sarg und hängt sich vor die Kiste, aus der die gesammelte Prominenz mit der glücklichen Schlichtheit eines Sportvereinspräsidenten herauszulächeln droht. Überhitzte Maschinen am Ball der Motoren in einer Nation der Kutschen.

„Unser“ Herr Lugner machts möglich, den ich persönlich sehr schätze, weil ich ihn nicht kenne. Der Baumeister als therapeutisches Gegenüber traumatisierter Normalos, die UNERSETZBAR auf dem medialen Förderband hocken. Die „Ich-bin-das-Wasser-und-nicht-die-Flasche“ Paris (medial, körperlich und geschäftlich!) erfülle bitte Jedem seine Höschen-losen Wünsche. Allen voran Hermann Nitsch. Der Opernball ist nämlich der Ball der Künstler. Armin Assinger kommt daher sicher auch und verzieht sich schon bald mit Hermann Maier in die Loge um etwaige Differenzen, eingewickelt in eine Kuhaut, von Mann zu Mann zu „besprechen“. Einmal Teamsport, immer Teamsport.

Und Paris? I love her!

Februar 12, 2007

„Man ist das, was man vorgibt zu sein.“

Gespeichert unter: ger, media — ppkk @ 1:18

—> Einfachheit (= Banalität) —> KOMPLEXITÄT —> Einfachheit (= Genialität)

aus der ÜBERWINDUNG der Komplexität entsteht Einfachheit
Zwei identische Erscheinungen mit konträrem Hintergrund.
Deshalb trifft das der Wild’sche Satz auch zu: „Man ist das, was man vorgibt zu sein.“

Deshalb kann man Schematas kopieren, aber sie bei bloßer Kopie nicht weiterführen.
zwei Seiten einer Medaille, die Komplexität ist die Membran.

Deshalb LIEBEN wir die Oberfläche, weil wir nicht mehr entscheiden können auf welcher Seite die Einfachheit sich befindet. Der Apparat hat die Komplexität verborgen. Banalität und Genialität werfen sich in die Arme. Oberflächensurfen.

Schifahren ist das leiwandste …

Gespeichert unter: ger, public life — ppkk @ 1:06

Eine Frage hat mich neulich im Zusammenhang mit der ernüchternden Are-WM tief erschüttert: Was passiert mit der österreichischen Volksseele, wenn es aufgrund der erwartbaren Klimaveränderung in den nächsten Jahrzehnten zu wenig Schnee für den Profi-Wintersport geben wird, und damit Trainingsmöglichkeiten wie Interesse verloren gehen, der alpine Schisport aufhört ein Anker für das Selbstbewußtsein eines erfolgsverwöhnten Volkes zu sein?

Eine Antwort zeigt auf: Der Österreich-Komplex wird ungedämpft und widerstandslos über das Land hereinbrechen und flutenartig jede kleine österreichsiche Stelle mit sich selbst konfrontieren, so der Bruder meiner tschechischen Geliebten. Die steht dem um Nichts nach und setzt drauf: Der Schisport ist der dünne Faden, an dem der Österreich-Komplex noch hängt.
Zu klein für Großes und zu Größenwahnsinnig für Kleines – so kommt man der Problematik schon näher. Der Komplex ist einer von der Miderwertigkeits-Sorte. Nichts kann man ausrichten.
Was uns bleibt hat alles irgendwie mit Wasser zu tun. Das ist ganz schön hart für ein Binnenland. 1. Wasser in allen möglichen gefrorenen Formen, 2. Wasser in allen möglichen trinkbaren Formen und dabei Wasser in so manchem Destillat. Streicht man die 1, endet das irgendwann zuverlässig im Rausch.
Aber Achtung, wir sind optimistisch! Geht das Eine, kommt was Anderes.

Am Komplex-Sicherungssystem, am sicheren Sakopharg des Wintersport-Erfolges wird gerüttelt. Vielleicht ist es aber auch Zeit für ein neues Selbstbewusstsein, ein europäisches nämlich. Und dann ist AUT mehr als die arme Schweiz, der kleine Bruder oder einfach nur Mozart. (Ich befürchte letzteres wird uns alle überleben. Die Alliierten hätten uns kugelrund eingrenzen und österreichische Mozartie nennen sollen.) Der Schisport war die führende Hand von einem zum nächsten Zustand, Österreich wurde beinahe vollständig ausgetragen, die Schwangerschaft wird klimabedingt abgebrochen, der 50 Jahre alte Fötus überlebt problemlos.

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